Schichtwechsel
Kunst im Schornstein


Kunst im Schornstein
Mit dem Ausstieg von eins aus der Braunkohleverbrennung im Jahr 2024 endete die technische Bestimmung des markanten Schornsteins auf dem Kraftwerksgelände in Chemnitz-Nord. Der 2013 vom französischen Konzeptkünstler Daniel Buren in sieben Farben gefasste Bau konnte damit zu einem außergewöhnlichen Ausstellungsort werden.
Im Inneren begegnen sich die in situ entstandenen Arbeiten der Leipziger Fotografin Margret Hoppe und des Berliner Illustrators Steffen Seeger. Im gemeinsamen Schaffungsprozess entwickelten sich neben individuellen Ansätzen auch kollaborative Motive – es entstanden beispiellose, speziell auf den historischen Ort zugeschnittene künstlerische Interventionen.
Hoppe hält in ihrer Fotoserie die letzten Spuren des Kraftwerks fest – entstanden wenige Monate nach der Stilllegung. Ihre Arbeiten richten den Blick auf die materiellen und architektonisch prägnanten Relikte wie Gebäude und Maschinen.
Seeger setzt mit Illustration und Typografie einerseits visuell starke Kontraste, schafft andererseits durch seine Formensprache räumliche Verbindungen innerhalb des Schornsteins. Durch die Arbeit mit originaler Braunkohle sowie Materialien aus dem Kraftwerksbetrieb entstehen zusätzliche Ebenen der Verknüpfung zwischen Kunst und Geschichte des Ortes.
Gemeinsam entwickelten die Künstler*innen ortsspezifische Arbeiten, die Vergangenheit und Gegenwart in Beziehung setzen. Dabei greifen sie auch die Farbgebung des Kraftwerksgeländes auf: Gelb und Rot als prägnante Signalfarben finden sich in der Ausstellung wieder und verankern die künstlerischen Arbeiten visuell im Kontext des Ortes.
Der Schornstein wird so zur begehbaren Reflexion über Erinnerung, Wandel und Zukunft. Die Ausstellung steht für den Gedanken einer lebendigen Nachnutzung: Sie macht Industriekultur sichtbar und verbindet sie mit künstlerischem Ausdruck. Gleichzeitig wird ein Ort der Begegnung, der Offenheit und der regionalen Verbundenheit geschaffen – inmitten des technischen Umbruchs in Richtung Zukunft, den das Gelände als Herz der Energieversorgung von Chemnitz gerade vollzieht.

Führungen durch die Ausstellung
Die Ausstellung ist auf Grund der Lage auf dem Kraftwerksgelände und damit verbundener Sicherheitsanforderungen nur unter vorheriger Anmeldung und an ausgewählten Terminen möglich. Die Personenanzahl ist begrenzt.
Hinweise: Teilnahme erst ab 14 Jahren. Das Betriebsgelände und die Objekte sind nicht barrierefrei. Es ist festes Schuhwerk zu tragen. Dauer: ca. 1 Stunde.
Termine:
Montag, 20. Juli 2026, 17 Uhr: ausgebucht
Dienstag, 21. Juli 2026, 17 Uhr: ausgebucht
Dienstag, 21. Juli 2026, 18.15 Uhr: ausgebucht
Donnerstag, 23. Juli 2026, 17 Uhr: ausgebucht
Dienstag, 28. Juli 2026, 17 Uhr: ausgebucht
Dienstag, 28. Juli 2026, 18.15 Uhr: ausgebucht
Mittwoch, 29. Juli 2026, 17 Uhr: ausgebucht
Montag, 10. August 2026, 17 Uhr: ausgebucht
Mittwoch, 12. August 2026, 17 Uhr: ausgebucht
Mittwoch, 12. August 2026, 18.15 Uhr: ausgebucht
Montag, 17. August 2026, 17 Uhr: ausgebucht
Dienstag, 18. August 2026, 17 Uhr: ausgebucht
Dienstag, 18. August 2026, 18.15 Uhr: ausgebucht
Montag, 24. August 2026, 17 Uhr: ausgebucht
Die Anmeldung ist direkt verbindlich. Bei erfolgreicher Buchung erhalten Sie Ihr Ticket unmittelbar per Mail. Darüber hinaus können Sie eine Begleitperson direkt mit anmelden.
Bitte haben Sie Verständnis, dass aufgrund des großen Interesses viele Termine schnell ausgebucht sein werden. Neue Termine werden hier fortlaufend veröffentlicht.
Making of
Schauen Sie sich hier den Film zur Entstehung der Ausstellung an.
Ausgezeichnet für unsere Region
Als sächsischer Versorger stellen wir für die Menschen in und aus der Region das ganze Spektrum an Energiedienstleistungen zur Verfügung. Leisten können wir das dank unseres engagierten Teams, das stetig wächst.

































