Batteriespeicher
Die Kraft der Speicherung für die Energiewende

Energiepark Galgenberg: Großbatteriespeicher und Photovoltaik
Mit starker Unterstützung der EU wird ein weiteres Schlüsselprojekt der Energiewende in Chemnitz vorangetrieben: eins hat für den Bau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage mit 15 Megawatt Leistung sowie eines Großbatteriespeichers mit 15 Megawatt Anschlussleistung und einer Speicherkapazität von 30 Megawattstunden am Energiepark Galgenberg im Chemnitzer Stadtteil Röhrsdorf einen Fördermittelbescheid in Höhe von 9,6 Millionen Euro erhalten. Die Förderung stammt aus dem Just Transition Fund (JTF) der Europäischen Union.
Die Kombination aus Photovoltaikanlage und Großbatteriespeicher erhöht die regionale Erzeugung erneuerbarer Energien und verbessert die Versorgungssicherheit. Der Batteriespeicher kann Strom aus erneuerbaren Energien zwischenspeichern, Lastspitzen ausgleichen und zusätzliche Systemdienstleistungen für das Stromnetz bereitstellen. Die leistungsstarken Lithium-Ionen-Batteriemodule werden in 20 Fuß-Containern untergebracht sein. Diese derzeit etablierte Standardlösung ist modular aufgebaut und bietet vorkonfigurierte Systeme. Der Batteriespeicher wird als Zwischenspeicher zur Verschiebung erneuerbarer Strommengen der direkt gekoppelten PV-Anlage in Zeiten höherer Nachfrage eingesetzt. Zusätzlich erbringt er Netzdienstleistungen in Form von Regelleistung. Die zwei neuen PV-Anlagen in unmittelbarer Nähe zum Batteriespeicher am Galgenberg werden insgesamt eine Leistung von 15 MWp aufweisen und damit eine Strommenge von rund 15 Millionen kWh pro Jahr erzeugen. Die Inbetriebnahme der PV-Anlagen und des Batteriespeichers ist für 2028 geplant. Die Investitionskosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf ca. 25 Millionen Euro.

Einer der größten in Sachsen
In Chemnitz gibt es bereits einen großen Batteriespeicher von eins. Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme 2017 war er der größte seiner Art in Sachsen. Auch jetzt gehört er noch zu den größten. Mit einer Kapazität von rund vier Millionen R6/AA-Batterien (1,5V/2,6Ah) oder 18.000 Autostarterbatterien (12V/74Ah) sichert er die regionale Stromqualität. Durch den Batteriespeicher sparen wir jährlich rund 46.000 Tonnen Kohlendioxid ein, – CO2, das sonst in einem konventionellen Kraftwerk anfallen würden.
Batteriespeicher gleichen Schwankungen im Stromnetz aus
Wir investieren kontinuierlich in eine moderne Infrastruktur. Warum brauchen wir dennoch einen Batteriespeicher? Ganz einfach: Es können immer Netzschwankungen entstehen, etwa wenn Photovoltaik- und Windenergieanlagen Strom erzeugen, der im Netz nicht abgenommen und verbraucht wird. Dieses Ungleichgewicht wirkt sich auf die Frequenz im Stromnetz aus.
Wie ein schnell anfahrendes Kraftwerk kann auch unser Batteriespeicher seine volle Leistung in wenigen Sekunden abrufen. Damit eignet er sich optimal dafür, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Aktuell werden wöchentlich ca. 1.400 Megawatt PRL ausgeschrieben (Kopplung der Märkte von Deutschland, Belgien, Niederlande, Frankreich, Schweiz und Österreich). Der Batteriespeicher Chemnitz kann knapp ein Prozent davon zur Verfügung stellen.
Förderung durch Fonds für regionale Entwicklung
Die Gesamtkosten für den Bau des Batteriespeichers betrugen rund zehn Millionen Euro. Die Errichtung der Anlage wurde durch die Europäische Union mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von einer Million Euro gefördert. Als Partner haben wir uns die THEE (Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG) dazu geholt. Das Unternehmen hat seine ganze Expertise in den Bau des Batteriespeichers eingebracht. Die Belectric GmbH wurde als Generalauftragnehmer für den Bau des Batteriespeichers beauftragt. Wir selbst nehmen die kaufmännische und technische Betriebsführung in die Hand und kümmern uns um die Vermarktung der Energieleistung.
Technische Informationen zum Chemnitzer Batteriespeicher am Dammweg
- 4008 Batteriemodule von Samsung SDI mit Lithium-Ionen-Technik (Gesamtkapazität: 15,9 Megawattstunden)
- Vermarktungsleistung: 10 Megawatt
- Gebäude 27 Meter breit, 27 Meter lang, 8 Meter hoch
- fünf Transformatoren mit je 3 MVA Leistung (Megavoltampere)
- fünf Wechselrichter mit je 3,28 MVA

Batteriespeicher liefert Primärregelleistung
Für den ständigen Ausgleich zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch (Beibehalten einer Netzfrequenz von 50 Hertz) wird „Regelleistung“ genutzt. Davon gibt es drei Arten, die sich vor allem durch die Reaktionszeit unterscheiden. Diese Reaktionszeit gibt vor, in welcher maximalen Zeit die vollständige vermarktete Leistung zur Verfügung gestellt werden muss.
- Primärregelleistung (30 Sekunden)
- Sekundärregelleistung (5 Minuten)
- Minutenregelleistung (15 Minuten)

Astrid von Watzdorf
Leiterin Unternehmenskommunikation und Pressesprecherin
Ausgezeichnet für unsere Region
Als sächsischer Versorger stellen wir für die Menschen in und aus der Region das ganze Spektrum an Energiedienstleistungen zur Verfügung. Leisten können wir das dank unseres engagierten Teams, das stetig wächst.


