
Unterwegs zu einigen der schönsten Ausflugsziele
Wenn die Tage wieder länger werden, die ersten Blumen aus dem Boden sprießen und die Vögel zwitschern, überkommt mich als unsereins-Redakteurin die Unternehmungslust. Ganz im Zeichen des Frühlings mache ich mich auf den Weg, um einige der schönsten Orte unserer Region zu entdecken. Ich nehme Sie mit und stelle Ihnen meine ganz persönlichen Highlights vor.

Drebach: Krokusse und ferne Galaxien
Mein erster Halt: Drebach. Schon auf dem Weg dorthin sehe ich die ersten Farbtupfer in den Wiesen. Angekommen kann ich dann die ganze Pracht bestaunen: Wo ich auch hinschaue, überall blühen violette Krokusse. Wussten Sie, dass es sich hier um eine ganz besondere Sorte der Frühblüher handelt? Der Drebacher Krokus ist eine spezielle Form des Gartenkrokusses, die nur in violetten Nuancen blüht. Die Blüte startet typischerweise ab Mitte März und verzaubert die Landschaft bis Anfang April – je nachdem, wie das Wetter mitspielt.
Anschließend an meinen ausgiebigen Spaziergang entlang der Krokuswiesen besuche ich eine weitere Sehenswürdigkeit von Drebach und lasse mich in die Weiten des Weltalls entführen. Das kleine, aber feine Planetarium mit Sternenwarte ist eines der wenigen seiner Art in Sachsen und lockt mit faszinierenden Shows rund um Sterne, Galaxien und unsere Planeten.
Die Kombination aus blühenden Krokuswiesen und faszinierendem Sternenhimmel macht Drebach für mich zu einem einzigartigen Erlebnis.

Lengenfeld: Achterbahn und Stadtgeschichte
Weiter geht es nach Lengenfeld, wo der Freizeitpark Plohn seit dem 2. April seine Tore wieder geöffnet hat. Natürlich kann ich nicht widerstehen und steige selbst in eine der Achterbahnen. Der Fahrtwind, das Kribbeln im Bauch und die schnellen Richtungswechsel lassen mich für einen Moment alles um mich herum vergessen. Danach erkunde ich die liebevoll gestalteten Themenwelten und den Märchenwald, in dem hinter jeder Ecke eine neue Überraschung wartet. Ein Ort, der sowohl Adrenalinfans als auch Familien glücklich macht.
Nach dem Adrenalinkick freue ich mich auf einen ruhigeren Teil des Tages: einen Besuch im Lengenfelder Stadtmuseum. Dieses befindet sich in einem Gebäude, das schon dank seines Fachwerkes mit historischem Charme einlädt. Hier tauche ich in die spannende Geschichte der Stadt und der Region ein. Ganze 17 liebevoll gestaltete Räume machen die rund 600 Jahre Stadtgeschichte lebendig. Ein Highlight ist die „Schwarze Küche“, ein original erhaltener historischen Kochraum, der zeigt, wie vor rund 100 Jahren gekocht wurde.
Ich nehme aus Lengenfeld neue Eindrücke und eine ordentliche Portion Abenteuerlust mit zurück nach Hause.

Natur pur: Wanderlust rund um Leubsdorf
So viel Trubel macht Lust auf frühlingsfrische Natur. Die Region rund um Leubsdorf ist ein echtes Paradies für alle, die im Grünen Kraft tanken wollen. Bestens ausgeschilderte Wege führen durch lichte Wälder und blühende Frühlingswiesen. Ich entscheide mich für eine Route, die zu einem besonderen Highlight führt: der denkmalgeschützten Holzbrücke in Hohenfichte. Diese imposante, überdachte Brücke zählt zu den ältesten erhaltenen Holzbrücken Sachsens. Sie überspannt auf 55,5 Metern Länge und 4,6 Metern Breite eindrucksvoll die Flöha. Besonders beeindruckend ist ihre Architektur – vollständig aus Holz gefertigt, mit einem traditionell gezimmerten Dach, das über dem Fluss schwebt.
Nach meiner Wanderung rund um Leubsdorf kehre ich mit frischer Energie und schönen Erinnerungen in die Stille der Natur zurück.

Niederwiesa: Schlossgeschichten und Webkunst
Der Wetterbericht verheißt wechselhaftes Frühlingswetter: Regen am Vormittag, Sonnenschein am Nachmittag. Perfekte Bedingungen für meinen Besuch in Niederwiesa. Zunächst erkunde ich die Ausstellung im Schloss Lichtenwalde. Die historischen Räume erzählen Geschichten von adeligem Leben und barocker Pracht. Im Laufe meines Besuches zeigt sich wie angekündigt die Sonne. Ich nutze die Gelegenheit, um im Schlossgarten kunstvoll angelegte Wege und die Wasserspiele zu bestaunen.
Im Anschluss an den Spaziergang mit barockem Ambiente mache ich noch einen Abstecher zur historischen Schauweberei Braunsdorf. Schon von außen versprüht das Gebäude den Charme längst vergangener Zeiten. Die lebendigen Vorführungen, das rhythmische Klacken der Maschinen und spannende Führungen geben mir Einblick in die Geschichte und Entwicklung des Handwerks. Am Ende meines Besuchs stöbere ich im kleinen Werksladen: Hier gibt es handgewebte Produkte – ein Stück Handwerksgeschichte als Erinnerung.
In Niederwiesa konnte ich den Charme vergangener Zeiten und echte Handwerkskunst aus nächster Nähe erleben.

Grünhainichen: Spielzeugzauber und Waldabenteuer
Der nächste Halt meiner Reise ist in Grünhainichen – ein Ort, an dem Fantasie greifbar wird. Im Spielwarenmuseum bekomme ich einen Eindruck davon, wie Kinder in verganener Zeit gespielt haben. Holzpferdchen, Blechbahnen, Puppenzubehör – die Ausstellung sprüht vor Farbe, Geschichten und Nostalgie.
Vom Spielwarenmuseum aus führt mich mein Weg weiter nach Borstendorf, wo der Bambiniwanderweg mit seiner Leitfigur, dem roten König Albert, zum Waldlabyrinth zeigt. Bereits unterwegs entdecke ich kleine Mitmachstationen wie ein großes Memory und einen Fotorahmen mit Blick zur Augustusburg. Dann stehe ich vor dem hölzernen Eingangsportal des einzigartigen Waldlabyrinths, das sich über rund 1.000 Quadratmeter erstreckt und über einen guten Kilometer verschlungene Wege bietet. Drinnen warten verschiedene Erlebnisstationen – vom Barfußpfad über den Försterstand bis hin zum Räuberhäuschen mit beweglichen Figuren.
Mein Abstecher nach Grünhainichen hat mir gezeigt, wie viel Freude und Entdeckergeist in einem kleinen Ort stecken können.

Penig: Unterirdische Entdeckungen und Frühlingspfade
Am nächsten Morgen führt mich meine Route nach Penig. Festes Schuhwerk ist hier Pflicht, denn in den Kellerbergen geht es steil hinab – tief hinein in ein Labyrinth aus Gängen, Gewölben und Abstellkammern. Einst dienten die in den Sandstein geschlagenen Keller als Lagerstätten für Bier und Vorräte. Während meiner Führung durch das fast zwei Kilometer lange unterirdische System erfahre ich Spannendes über seine Geschichte und die Funktionsweise des ausgeklügelten Entwässerungs- und Belüftungssystems, das bis heute beeindruckt.
Wieder an der Oberfläche zieht es mich in den Naturpark Köbe. Sanfte Wiesen, kleine Teiche und gemütliche Rastplätze machen den Park zu einem Ort, an dem man wunderbar durchatmen kann. Besonders gefällt mir der Naturerlebnispfad, der mich auf charmante Weise mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt vertraut macht.
Die unterirdischen Gänge und die Frühlingspfade in Penig haben meinen Besuch zu einem echten Abenteuer werden lassen.

Lunzenau: Mittelalterflair und Muldentalblicke
Den Abschluss meiner kleinen Frühlingsreise bildet ein Besuch im Schloss Rochsburg bei Lunzenau. Das mittelalterliche Gemäuer thront über der Mulde und begeistert mich mit seiner historischen Atmosphäre. Im Schlosshof erwartete mich historisches Kopfsteinpflaster und hinter den Mauern verstecken sich verwinkelte Treppen, Schauräume und ein spannendes Museum. Besonders interessant finde ich die Ausstellung zum Leben der Burgherren: Mit alten Möbeln, Gewändern und Rüstungen konnte ich mir gut vorstellen, wie hier früher Alltag und Ritterfest aussahen.
Bevor ich zurückfahre, möchte ich noch einen letzten Weitblick genießen und wandere zum Aussichtspunkt „Biesig“. Der Weg dorthin wird am Ende etwas steiler, aber die Anstrengungen werden von einem wunderbaren Ausblick belohnt: weite Felder, das sanfte Grün des Muldentals und in der Ferne die Silhouette des Erzgebirges. Und, als Krönung, noch einmal der Blick hinüber zur Rochsburg, die wie eine Kulisse aus längst vergangenen Zeiten über dem Fluss wacht.
Der historische Flair von Schloss Rochsburg und der Blick über das Muldental machen Lunzenau zu einem besonderen Ausflugsziel.
Natürlich gibt es noch viele weitere spannende Ausflugsziele in unserer Region, die ich unbedingt erkunden möchte. Wenn Sie neugierig sind, welche Orte und Geheimtipps ich noch entdecke, schauen Sie gern regelmäßig auf unserem Blog vorbei oder abonnieren Sie unseren Newsletter.
Ausgezeichnet für unsere Region
Als sächsischer Versorger stellen wir für die Menschen in und aus der Region das ganze Spektrum an Energiedienstleistungen zur Verfügung. Leisten können wir das dank unseres engagierten Teams, das stetig wächst.



