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Kohleversorgung im Winter gesichert

von Yvonne Kaiser

Im Oktober fand in Chemnitz unter dem Titel „Energiegipfel“ ein offizielles Krisentreffen statt. Organisiert hatte die Veranstaltung der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft. Vertreten waren an diesem Abend unter anderem Holger Frey, Geschäftsführer der Netzgesellschaft inetz, und Marco Kahle, Leiter Marktmanagement bei eins.

Mindestens drei Mal pro Woche besprechen Verantwortliche aus den verschiedenen Unternehmensbereichen von eins die aktuelle Lage zur Energiekrise. Dabei bewerten sie die aktuelle Marktlage sowie mögliche sich daraus ergebende Risiken – sowohl für Kund*innen als auch für das Unternehmen – und diskutieren Lösungsansätze. Des Weiteren werden die neuesten politischen Entwicklungen, Verordnungen und Gesetzesvorhaben im Zusammenhang mit der Energiekrise besprochen und Stellungnahmen vorbereitet.

Beim Energiegipfel in der IHK Chemnitz gaben Holger Frey und Marco Kahle unter anderem Auskunft darüber, wie sie die Versorgungssituation einschätzen und was eins unternimmt, um zukünftige Entwicklungen selbst mitzugestalten.

Versorgung von Privatkund*innen vorerst sicher

„Wir halten es im Moment für unwahrscheinlich, dass Gas und Strom für Privathaushalte physisch knapp werden könnte“, erklärte Marco Kahle im Interview mit Sachsen Fernsehen. Gaslieferungen nach Deutschland seien nach wie vor zu 60 bis 70 % vorhanden und wenn Kund*innen gedrosselt oder abgeschaltet werden müssten, dann würde das zunächst Unternehmen mit hohem Verbrauch betreffen.

Allerdings betonte Marco Kahle auch, dass Private mit dieser Botschaft nur teilweise aufatmen können. Denn wenn Unternehmen ihren Betrieb einstellen müssten, würde das ganz andere Herausforderungen mit sich bringen. Sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer könnte das hohe Risiken bedeuten. Auf solche Entscheidungen und ähnliche Abschaltszenarien haben Energieversorger wie eins eher wenig Einfluss. „Aber“, so Marco Kahle, „Wir als eins sind in Verbände mit eingebunden, die wiederum den Finger in die Wunde legen können.“

Klare Ansichten vertreten

Wie sich die Situation für unsere Kund*innen und für uns als Unternehmen darstellt, vermittelt eins unter anderem über den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), den Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und die Thüga sehr deutlich an die Politik. Dabei legen die jeweiligen Vertreter ihre Ansichten nicht nur dar, sondern geben gleichzeitig Lösungsvorschläge an die Hand.

Da wir überzeugt davon sind, über BDEW, VKU, Thüga und weitere Verbände ein angemessenes Sprachrohr zu haben, werden wir sie als Kanäle auch weiterhin nutzen, um unsere Anliegen zu vertreten und für Ideen zu werben, die in dieser Krisenzeit weiterhelfen sollen.

Unabhängig von diesen Entwicklungen verfolgen wir als eins unsere Zukunftsstrategien auch weiterhin mit Weitblick.

Kohleausstieg als langfristige Entscheidung richtig

Die gute Nachricht ist: Für diesen Winter ist die Versorgung mit Braunkohle voraussichtlich gesichert. Das Gleiche gilt auch für Fernwärme. Der Blick in die Zukunft lässt für eins trotzdem nur den Schluss zu, dass der Ausstieg aus der Braunkohle die richtige Entscheidung ist.

„Solche Entscheidungen werden langfristig getroffen und sind nicht über Nacht zu ändern“, sagt Marco Kahle, „Die Motorenheizkraftwerke sollen nach wie vor nächstes Jahr in Betrieb genommen werden.“

Im Moment profitieren alle eins-Kund*innen, die ans Fernwärmenetz angeschlossen sind, davon, dass die Fernwärme aus Braunkohle erzeugt wird. Die Preiserhöhungen fallen für sie deutlich geringer aus als für Gaskund*innen. Nach jetzigem Stand werden die Preise für Fernwärme um etwa 15 % Prozent steigen.

Doch perspektivisch wird auch die Fernwärme aus Gas erzeugt werden. Denn unsere Kohleblöcke sind mit einer Laufzeit belegt. In 2023 müssen wir auf einen Ein-Block-Betrieb umstellen. Dadurch ist die Kapazität Braunkohleerzeugter Fernwärme, deutlich geringer als bisher. Die entstehenden Defizite müssen durch die Motorenheizkraftwerke – also durch Gas – kompensiert werden.

Langfristig und vor allem nachhaltig betrachtet steht eins nach wie vor hinter dem Ausstieg aus der Braunkohle. Die beiden Motorenheizkraftwerke sind ein großer Schritt zum Schutz der Umwelt. Ihr CO2-Ausstoß liegt etwa 60 % unter dem der bisher eingesetzten Technik auf Basis von Braunkohle. Dadurch gestaltet eins die eigene regionale Wärmeerzeugung zukünftig noch umweltschonender.

Erdgas, Biogas, synthetisches Gas und bis zu 20 Prozent Wasserstoff im Gasgemisch können in den neuen Heizkraftwerken zum Einsatz kommen. Für die nächsten Jahre plant eins weitere Schritte. Denn unser Ziel lautet ganz klar: kompletter Ausstieg aus der Braunkohle.

Über die „Neue Wärme für Chemnitz“ informieren wir Sie auf unserer Website.

Marco Kahle, Leiter Marktmanagement bei eins
Marco Kahle, Leiter Marktmanagement bei eins

Wie kommt Limbach-Oberfrohna durch den Winter?

eins ist nicht nur in Chemnitz, sondern auch auf verschiedensten Veranstaltungen in der Region vertreten. In Limbach-Oberfrohna informierte Roland Warner, Vorsitzender der Geschäftsführung von eins, beispielsweise zur Gaspreisentwicklung. Außerdem waren auch hier das Fernwärmenetz von eins und die Versorgung mit Braunkohle wichtige Themen.

Wenn Sie mehr über die Situation am Energiemarkt erfahren wollen, laden Sie sich gern unsere Präsentation herunter. Aktuelle Informationen rund um die Energiekrise finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Infoveranstaltung Limbach-Oberfrohna Energiekrise
Wie kommt Limbach-Oberfrohna durch den Winter?

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