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Energiepreise: Kosten und Entlastungen

von Yvonne Kaiser

Wieso steigen die Energiekosten?

Da nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine Deutschland nicht mehr zuverlässig mit russischem Gas beliefert wird, mussten die deutschen Gasimporteure deutlich teureres Gas auf dem Weltmarkt kaufen. Weil die Energieanbieter den Preis für Strom an den Erdgaspreis koppeln, steigen mit den Kosten für Erdgas auch automatisch die für Strom. Hierdurch entsteht folglich eine Art Kettenreaktion. Denn wenn ein Energieträger, in diesem Fall Gas, teurer wird, steigt zwangsläufig die Nachfrage nach anderen Energieträgern. Es ist also eine logische Konsequenz, dass die Preise für Öl und Kohle ebenso steigen.

Die anhaltende Dürre während des Sommers sowie der zeitweilige Ausfall mehrerer Atomkraftwerke in Frankreich haben ebenfalls erheblich zum Anstieg des Strompreises beigetragen.

Welche Entlastungs- und Sparmaßnahmen sind geplant?

Der Wegfall der EEG-Umlage hat den Anstieg der Strompreise etwas gedämpft. Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Gas von 19 % auf 7 % und der Strompreisdeckel sollen Privathaushalte und kleinere Unternehmen zusätzlich entlasten. Beim Strompreisdeckel sollen die Verbraucher*innen für einen Basisverbrauch einen vergünstigten Preis erhalten.

Zudem hat die Bundesregierung Sparmaßnahmen beschlossen, die zur Sicherung der Energieversorgung beitragen sollen. So sollen weniger Büroflächen geheizt und Gebäude, Denkmäler und Werbeflächen zu bestimmten Zeiten nicht mehr beleuchtet werden. Außerdem sind Ladentüren seit dem 01.09.2022 geschlossen zu halten und Schwimmbecken dürfen nicht mehr beheizt werden. Überdies sind Gebäudeeigentümer*innen dazu verpflichtet, die Heizungssysteme ihrer Häuser zu optimieren und einen hydraulischen Abgleich des Heizungssystems vornehmen zu lassen.


Energie sparen: 5 Tipps

Eine weitere Möglichkeit, Kosten zu sparen, besteht darin, den Verbrauch zu senken. Mit den richtigen Mitteln können Sie so richtig sparen.

Hydraulischer Abgleich

Ob im Sommer oder mit Beginn der Heizsaison: Nutzen Sie die Zeit, um Ihre Heizungsanlage optimal einstellen zu lassen. Ein Fachbetrieb kann einen so genannten hydraulischen Abgleich durchführen. Dabei werden die einzelnen Heizkörper überprüft und optimiert auf die individuellen Eigenschaften Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses angepasst. Das spart in vielen Fällen zwischen 15 und 20 % der Kosten. Außerdem wird der hydraulische Abgleich von der Bundesregierung als Einzelmaßnahme teilweise gefördert.

Beratung für besseres Verständnis

Heizkostenabrechnungen enthalten oft unzählige Posten, die für den Laien schwer verständlich sind. Sparen kann man aber nur, wenn man versteht, für was man welchen Preis zahlt. Da lohnt sich eine Beratung durch den eigenen Energieversorger oder bei einer örtlichen Verbraucherzentrale. Informieren Sie sich online, wo die nächste Filiale in Ihrer Nähe ist, und vereinbaren Sie einen Termin.

Regelmäßige Wartung der Anlagen

Der nächste Winter kommt bestimmt. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihre Heizungsanlage warten und einstellen lassen. Das spart immerhin bis zu 15 % Energiekosten. Passen Sie Ihre Anlage Ihrem Bedarf an. Stellen Sie beispielsweise nachts oder tagsüber, wenn Sie außer Haus sind, automatisch eine niedrigere Temperatur ein.

Gut heizen, heißt auch richtig lüften

Ein Grad weniger spart 6 % Heizkosten. Wenn Sie beispielsweise die Temperatur in Ihrem Flur von 18°C auf 16°C senken, sparen Sie schon 12 %. Heizen Sie bewusst jeden Raum nur so, wie Sie diesen gerade brauchen. Insbesondere an extrem kalten Tagen sparen Sie so richtig viel Geld.

Vor allem im Winter ist richtiges Lüften immens wichtig. Öffnen Sie dabei die Fenster weit, statt sie zu kippen und drehen Sie die Heizung ab. Achten Sie beim Stoßlüften darauf, in der ganzen Wohnung Fenster und Innentüren zu öffnen. So kann die Luft schnell und optimal in allen Räumen zirkulieren. Anders ist es in Bad oder Küche. Hier entsteht viel Feuchtigkeit in der Luft. Halten Sie hier beim Lüften die Innentüren geschlossen, damit sich diese nicht in der ganzen Wohnung verteilt.

Warmwasser sparen = Energie sparen

Warmes Wasser kostet Energie. Beschränken Sie deshalb Ihre Duschzeiten auf maximal 5 Minuten und senken Sie die Wassertemperatur ein wenig. Das spart Energie und nützt Ihrem Kreislauf und Ihrer Haut, wie Dermatolog*innen empfehlen. Wassersparende Duschköpfe senken zusätzlich die Kosten um bis zu 30 %.

Als regionaler Energieversorger mit einem Kundencenter, mehreren Betriebsstellen und kompetenten Ansprechpartnern für unsere Kund*innen nutzen wir unsere Expertise dafür, die Energieversorgung abzusichern und Ihnen bei Fragen zur Seite zu stehen.

Weitere Tipps rund um das Thema Energiesparen finden Sie auf unserer Website.

Zu den Energiespartipps


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Yvonne Kaiser

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