Fernwärme

Mehr als 80 Prozent der Energie, die Privathaushalte verbrauchen, werden für Heizung und Warmwasserbereitung aufgewendet. Eine umweltfreundliche Alternative ist die Nutzung von Fernwärme aus der Kraft-Wärme-Kopplung. 
eins gehört zu den 20 großen Fernwärmeversorgern in Deutschland. Rohrleitungssysteme liefern die bei der Stromproduktion anfallende Wärme direkt vom Heizkraftwerk zu den Kunden. So braucht man lediglich das Thermostat auf die gewünschte Temperatur einzustellen – und schon werden die Räume innerhalb kurzer Zeit wohlig warm. Fernwärme ist somit eine bequeme, einfache, sichere und energieffiziente Art, zu heizen und Warmwasser aufzubereiten.

Vorteile von Fernwärme

  • niedrige Investitionskosten: Der Anschluss an das Fernwärmenetz ist oft günstiger als beispielsweise der Kauf und die Installation einer eigenen Wärmeerzeugeranlage.
  • geringer Platzbedarf:Sie benötigen keinen Kessel, Schornstein oder Tank für Brennstoffe.
  • geringer Wartungsaufwand: nahezu verschleißfreie Versorgung, Sicherheitsvorkehrungen wie die Schornsteinreinigung entfallen.
  • hohe Versorgungssicherheit
  • umweltfreundlich: Chemnitzer Fernwärme ist durch das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung ökologisch vorbildlich. Geringe CO2-Emissionen schonen die Umwelt. Mit dem niedrigen Primärenergiefaktor lassen sich bei Sanierungs- und Energiesparmaßnahmen Investitionskosten sparen.

Fernwärme in Chemnitz

Fernwärmeleitung nahe der Georgbrücke in Chemnitz

Fernwärme wird im Chemnitzer Heizkraftwerk Nord gleichzeitig mit Strom produziert (Kraft-Wärme-Kopplung). Aufgrund der optimalen Ausnutzung der Brennstoffe gilt dieser Herstellungsprozess als umweltschonend.

Das Chemnitzer Fernwärmenetz ist rund 280 Kilometer lang und erstreckt sich über mehrere Stadtgebiete. Mehr als 2.600 Gebäude / Gebäudekomplexe sind an die städtische Zentralheizung angeschlossen. Zahlreiche technische Anlagen sorgen für genügend Wärme in Wohnungen und Gewerberäumen. Das Heizwasser gelangt mit Temperaturen zwischen 70 und 120 Grad Celsius zum Kunden (Vorlauf). Die genaue Temperatur bestimmen die Anforderungen des Kunden und die Lage der Gebäude am Netz. Ist die im Wasser gespeicherte Wärmeenergie "verbraucht", fließt das Wasser zum Heizkraftwerk zurück (Rücklauf) und wird erneut aufgeheizt. Je nach Einsatzzweck, Netzabschnitt und Temperatur steht das System unter einem Druck bis 16 bar.

Diese „städtische Zentralheizung“ gibt es bereits seit mehr als 80 Jahren, bereits 1930 wurde als erstes Gebäude das Hotel Chemnitzer Hof an das Fernwärmenetz angeschlossen.