Erdgas

eins ist Eigentümer eines modernen Erdgas-Regional- und Verteilnetzes mit einer Länge von mehr als 7.300 Kilometern. Das Netz besteht aus rund 1.300 Kilometern Hochdruck-, 3.500 Kilometern Ortsnetz- und 2.500 Kilometern Hausanschlussleitungen. Wir stellen Erdgas in drei verschiedenen Druckstufen bereit: Nieder-, Mittel- und Hochdruck.

Über Verteilerstationen und die einzelnen Hausanschlüsse gelangt das Erdgas in die Gebäude und anschließend zu den Geräten. Die Druckreduzierung zwischen den einzelnen Druckstufen erfolgt über insgesamt 900 Gasdruckregelanlagen, von denen 28 Stück so genannte Übernahmeanlagen sind. An diesen Anlagen übernehmen wir das Erdgas von vorgelagerten Netzbetreibern. Hier kommt es mit einem Betriebsdruck zwischen 20 und 84 bar an. In den Ortsnetzstationen wird der Gasdruck nochmals von 4 bar auf 1 bar (Mitteldruck), 70 Millibar (erhöhter Niederdruck) oder 22 Millibar (normaler Niederdruck) gesenkt. Von hier an gelangt das Erdgas in die Haushalte, an Gewerbe- und Industrieunternehmen.

Das Energiewirtschaftsgesetz fordert von Versorgungsunternehmen mit mehr als 100.000 Kunden die Entflechtung des Netzbetriebes von der Strom- und Erdgasversorgung. Daher ist für den Betrieb des Erdgasnetzes die Netzgesellschaft inetz GmbH zuständig.

Förderung und Transport

Erdgas wird auf dem Festland, in den Meeren und im ewigen Eis gefördert. Die meisten Reserven liegen in Russland, im Nahen Osten und im Pazifik. Physisch gesehen sucht Erdgas sich seinen Weg über ein ausgedehntes Netz von Rohrleitungen, Speichern, Trocknungs-, Filter-, und Verdichterstationen.

Als Mitte der sechziger Jahre die niederländischen Erdgaslieferungen begannen, waren in Westeuropa nur relativ geringe Entfernungen von etwa 200 Kilometern zu überwinden. 1973 wurde zum ersten Mal Erdgas über eine Strecke von 1.800 Kilometern aus der damaligen UdSSR nach Deutschland geliefert. In den heutigen Leitungssystemen sind auch mehr als 5.000 Kilometer kein Problem.

Internationale Erdgasleitungen haben einen Durchmesser von etwa 1,4 Meter. In diesen Rohren kann man fast gebückt stehen und gehen. Der Energieträger wird mit einem Druck von mehr als 80 bar von den Förderstätten weg transportiert. Das ist ein etwa 30mal so hoher Druck wie in einem Autoreifen. Verdichterstationen sorgen für die richtige Transportgeschwindigkeit. Ein in Sibirien gefördertes Erdgasmolekül benötigt für seinen Weg bis nach Südsachsen etwa sieben Tage.

Aber auch per Schiff kann Erdgas nach Deutschland gelangen. Kühlt man gefördertes Erdgas auf minus 162 Grad Celsius, verflüssigt es sich, reduziert sein Volumen auf etwa ein Sechshundertstel und lässt sich so in Tankern transportieren. Am Bestimmungsort angekommen, wird es wieder erwärmt (Aggregatzustand: gasförmig) und in das Erdgasleitungssystem eingespeist.

Erdgas ist sicher

Beim Verlegen von Erdgasleitungen beachten wir höchste Sicherheitsstandards. Unsere qualifizierten Mitarbeiter, eingetragene Fachbetriebe und ständige Qualitätskontrollen geben die Gewissheit, dass diese Standards ausnahmslos eingehalten werden.

Regelmäßige Kontrollen aller Einrichtungen sind für eine sichere Versorgung mit Erdgas unabdingbar. Wir prüfen unsere Anlagen stetig und investieren in die Infrastruktur des Netzes. Einrichtungen, wie Gasströmungswächter, Sicherheitsstopfen und -schellen sowie thermische Absperreinrichtungen sorgen zusätzlich für Sicherheit. Elektronische Messgeräte können bereits minimale Gasanteile in der Luft aufspüren. Darüber hinaus wird Erdgas mit einem künstlichen Geruchsstoff angereichert - so kann ein Austritt sofort bemerkt werden. 

Bemerken Sie irgendwo Gasgeruch, gibt es ein paar Tipps, die Sie beachten sollten. » Was tun bei Gasgeruch?