Zentrale Kläranlage Chemnitz

Zwischen Ausguss und Fluss

Das gesamte Abwasser der Stadt Chemnitz und aus Teilen des Umlandes gelangt durch ein ausgeklügeltes Kanal- und Rohrsystem in die Zentrale Kläranlage nach Chemnitz-Heinersdorf. Hier wird das Abwasser gesammelt, behandelt und in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt.

 

Das Kanalnetz

Bis das Abwasser in der Zentralen Kläranlage ankommt, hat es mitunter einen weiten Weg zurückgelegt. Das unterirdische Kanalsystem ist rund 1.000 Kilometer lang. Mehr als 600 Kilometer für Mischwasser (Schmutz-, Regen- und Fremdwasser werden gemeinsam abgeleitet), mehr als 190 Kilometer für Schmutzwasser und 160 Kilometer für Regenwasser. Die Kanäle bestehen überwiegend aus Steinzeug, Beton, Metall, Kunststoff oder Mauerwerk und ihr Durchmesser reicht von 20 Zentimetern bis 4 Meter. Zahlreiche Sonderbauten, wie Regenüberläufe, Regenrückhaltebecken oder Dükeranlagen leiten die Abwässer kontrolliert zur Behandlung in die Zentrale Kläranlage.

Die Zentrale Kläranlage

Die Anlage kann insgesamt 9.450 Kubikmeter pro Stunde aufnehmen, das sind 2.635 Liter in einer Sekunde. Bei Trockenwetter kommen bis 3.500 Kubikmeter Abwasser pro Stunde an, nachts sind es etwa 1.300 Kubikmeter. Jährlich bewältigt sie zwischen 30 und 38 Millionen Kubikmeter Schmutz- und Niederschlagswasser. Nach einer mechanischen und biologischen Reinigung wird das Wasser in den Fluss Chemnitz abgeleitet. 
Der gesamte Reinigungsprozess des Abwassers mit allen Anlagenteilen wird zentral überwacht und gesteuert. Online können so beispielsweise Sauerstoffgehalt, Nitrat-, Ammonium- sowie Phosphorkonzentrationen analysiert werden. 

Die Reinigung der Abwässer erfolgt nun nacheinander, erst in der mechanischen und anschließend in der biologischen Reinigung.