Stadtbeleuchtung

Auf dem Chemnitzer Theaterplatz wurden die modernen Leuchten optisch den historischen Leuchten nachempfunden, die früher im Einsatz waren. Es handelt sich um einen Pendel "Kandelaber Modell Chemnitz".

eins ist Eigentümerin der Stadtbeleuchtung in Chemnitz und betreibt diese im Auftrag der Stadt. Rund 25.000 elektrische Leuchten mit mehr als 34.000 Leuchtmitteln und mehr als 400 historische Gasleuchten erhellen nachts die Straßen. 

Neben dem Betrieb sind wir für Wartung und Instandhaltung verantwortlich und errichten neue öffentliche Anlagen. Dafür erhalten wir von der Stadt - unserem Kunden - eine Vergütung. In Zusammenarbeit mit der Stadt Chemnitz erarbeiten wir Beleuchtungskonzepte für verschiedene Orte.

2012 haben wir 1,4 Millionen Euro in die Stadtbeleuchtung investiert. Die Chemnitzer Anlagen verbrauchen jährlich rund 11 GWh. 

 

Energieeffizienz in der Stadtbeleuchtung

Die Chemnitzer Stadtbeleuchtung schneidet im deutschlandweiten Vergleich gut ab. Das betrifft den Einsatz von energiesparenden Leuchtmitteln, die Verwendung von technisch ausgereiften Leuchten und die eingesetzte Steuerungstechnik. Etwa 80 Prozent aller Leuchten und Masten sind in den vergangenen 20 Jahren errichtet bzw. modernisiert wurden. 

Eine Kenngröße für die Energieeffizienz sind die verwendeten Leuchtmittel. Weit vorn sind hier die Natriumdampf-Hochdrucklampen; die zu mehr als 95 Prozent in Chemnitz installiert sind. Sie erzeugen sofort sichtbares, gelbes Licht, dass das Kontrastsehen erhöht. Ein weiterer Vorteil der Natriumdampf-Hochdrucklampen ist: Sie ziehen weniger Insekten an, als andere Lampen. 

 

Effizienz der Lichtquellen 

Modern und historisch

Die Straßen- und Stadtbeleuchtung hat verschiedene Aufgaben  bzw. Anforderungen. Zum einen geht es um die Verkehrssicherheit durch das Ausleuchten von Straßen, Wegen und Plätzen und zum anderen ist Licht ein Gestaltungselement und Teil der Stadtarchitektur; es soll zu einer angenehmen Atmosphähre beitragen. Ein Beispiel dafür ist der Chemnitzer Theaterplatz. Zwölf LED-Strahler mit je 36 Einzel-LEDs tauchen ihn in unterschiedliche Farben. 

 

Besonders effizient ist der Einsatz von LED-Technik (LED = lichtemittierende Diode); dies zeigen die Ergebnisse einer dreijährigen Testphase in der Börnichsgasse und der Brückenstraße; im Herzen von Chemnitz. 2009 haben wir zwei LED-Teststrecken installiert: Zwölf Leuchten stehen auf der Brückenstraße  zwischen Straße der Nationen und Augustusburger Straße; fünf LED-Lampen erleuchten die Börnichsgasse zwischen Innerer Klosterstraße und Düsseldorfer Platz. Insgesamt konnte etwa die Hälfte an Energie eingespart werden. 

 

Aber auch historische Gasleuchten zeigen sich im Stadtbild, beispielsweise auf dem Kaßberg, dem Schloßberg oder dem Sonnenberg, manche von Ihnen sind mehr als einhundert Jahre alt. Fehlende und nicht reproduzierbare Ersatzteile, aber auch die geringe Leuchtstärke, die den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht, lassen die Anzahl sinken. Um der Stadt dennoch alte Leuchten zu gönnen, finden zusätzlich elektrische Leuchten in historischer Optik Einzug; mittlerweile bereits mehr als 740 Stück.

 

Wie funktionieren Gaslaternen?

Die historischen Gaslaternen werden mit Erdgas betrieben. Im Gegensatz zu den Laternen Anfang des vorigen Jahrhunderts werden sie jetzt aber elektronisch mit Batterie gezündet. Früher musste dies von Hand geschehen. Ein Lichtsensor steuert dabei den Gasregler an, der dann öffnet oder schließt und somit die Laterne zum Leuchten bringt oder abschaltet.